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Erkennen und entscheiden

 

Andrea Christe

078 640 41 69

andrea.christe@reawinti.ch

Ziel der Reanimationsschulung bei reawinti

Sensibilisierung auf Notfallereignisse die zum Herzkreislaufstillstand führen können

Folgerichtiges Handeln im Notfall, nach der Empfehlung des SRC

Erkennen der eigenen Grenzen  

Umgang mit Stress

Sicherheit gewinnen in einer Notfall- oder Reanimationssituation

Ethische Grundlagen

Entscheidungen zur Wiederbelebung sind oft für alle Beteiligten mit einer grossen

emotionalen Belastung verbunden.

Es kann ein Dilemma zwischen der Pflicht

zur Fürsorge und Lebensrettung, der Pflicht, nicht zu schaden, und der

Respektierung des Patientenwillens entstehen.

Die Pflicht zur Fürsorge und Lebensrettung führt zur sofortigen Einleitung von

Wiederbelebungsbemühungen in Notfallsituationen ohne Vorkenntnisse.

Die Pflicht, nicht zu schaden, führt zur Unterlassung von

Wiederbelebungsbemühungen, wenn diese den Patienten unnötig belasten würden.

Die Pflicht zur Respektierung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten erfordert,

Wiederbelebungsbemühungen zu unterlassen, wenn dies dem Willen des Patienten

entspricht.

Rechtliche Aspekte der Hilfeleistung (Art. 128 StGB)

Wer einem Menschen, der in unmittelbarer Lebensgefahr schwebt, nicht hilft, obwohl

es ihm den Umständen nach zugemutet werden könnte, wird mit Freiheitsstrafe bis

zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

An Fachpersonen werden höhere Anforderungen gestellt als an medizinische Laien.

Ist der Wille der betroffenen Person nicht bekannt, muss vom Lebenswillen

ausgegangen werden.

Bestehen klare Hinweise, dass eine Person Wiederbelebungsmassnahmen ablehnt,

dürfen keine Wiederbelebungsmassnahmen durchgeführt werden.

Der Stempel „NO CPR“ alleine genügt nicht, es muss zusätzlich eine gültig

unterschriebene Patientenverfügung mitgeführt werden.

Stellt sich im Laufe der Wiederbelebung heraus, dass eine gültig unterschriebene

Patientenverfügung mitgeführt wird und die Person Wiederbelebungsmassnahmen

ablehnt, muss die Wiederbelebung abgebrochen werden.

Herzkreislaufstillstand

Zögern Sie nicht, handeln Sie rasch wenn das Herz stillsteht!

Die Überlebenschance von Menschen im Herzkreislaufstillstand sinkt etwa 10% mit

jeder nicht genutzten Minute.

60-70% aller Herzkreislaufstillstände ereignen sich zu Hause, am Arbeitsplatz oder in

der Freizeit.

Oft fehlen vorgängige Warnzeichen.

Lernen Sie helfen!

Sofortige Herzdruckmassage, Beatmung und der frühe Einsatz des Automatisierten Externen Defibrillators erhöhen die Überlebenschance deutlich.